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Berichte über Leben nach dem Tod

Mit zunehmender Anzahl von Berichten kristallisierten sich schließlich bestimmt Stationen heraus, die typischerweise eine Nahtod-Erfahrung charakterisieren. Dazu gehören vor allem das Erleben von Außerkörperlichkeit, die Begegnung mit verstorbenen Verwandten und einem "Lichtwesen" sowie der Rückblick auf das bisherige Leben. Daneben wird übereinstimmend von unbeschreiblichen Landschaften und Gefühlen des Glücks berichtet. Auch der Gang durch einen dunklen Tunnel wird häufig erwähnt. Bedeutsam ist jedoch nicht nur das Erlebnis selbst, beeindruckend sind vor allem die Nachwirkungen dieser Begegnung. Viele der betroffenen Menschen glauben, im verbleibenden Leben noch eine Aufgabe erfüllen zu müssen. Die Art und Weise, wie sich die betroffenen Menschen verändern, findet sich bei keiner anderen Gelegenheit.
Um ein Erklärung für das Auftreten von Nahtod-Erlebnissen zu finden, hat man zunächst herauszufinden versucht, unter welchen Umständen sie sich ereignen. Wegen ihrer Entdeckung im klinischen Bereich wurden zuerst medikamentöse Einflüsse erwogen: Narkotika, Psychopharmaka oder Nebenwirkungen anderer Arzneimittel. Der Verdacht, es könne sich bei Nah-Todeserfahrungen um eine Art drogenbedingte Halluzination handeln, wurde jedoch bald entkräftet. Zu unterschiedlich waren die Befindlichkeiten der verschiedenen Patienten. Auch eine Gehirnverletzung kam als Ursache nicht in Frage.
Mit zunehmender Bekanntheit der Nahtod-Erlebnisse zeigte sich schließlich, daß deren Auftreten keineswegs auf kritische körperliche Umstände begrenzt war. Vielmehr wurden solche Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Situationen gemacht. Manchmal kamen sie überraschend, meist aber traten sie bei körperlicher oder seelischer Bedrängnis auf. Weil sich nur eine Minderheit von Nah-Todeserfahrungen tatsächlich in der Nähe des Todes ereignen, ist der Begriff selbst inhaltlich leer geworden. Dennoch scheint er noch am besten geeignet zu sein, die darunter verstandenen Begebeneheiten zu erfassen, denn die Suche nach einem besseren Ausdruck ist bislang im Sande verlaufen.

 

Quelle: nahtod.de<cite></cite>

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